Über uns

Die Institution der Beauftragten für Geschlechtergleichstellung und Gleichbehandlung wurde geschaffen, um die Menschen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen und jeder Form von Diskriminierung vorzubeugen. Die Beauftragte setzt sich dafür ein, dass die Frauen und Männer in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gleiche Rechte und Chancen hätten. Auch engagiert sich die Beauftragte dafür, dass Angehörige verschiedener Minderheiten nicht benachteiligt würden.

Die Beauftragte hat auch die Aufgabe, auf die Ungleichheit in der Gesellschaft und auf ihre Ursachen aufmerksam zu machen. So etwa klärt die Beauftragte auf, was die geschlechtsspezifische Lohndifferenz oder die niedrige Beschäftigungsquote behinderter Menschen zeigt und ob es sich dabei um Probleme handelt, womit sich die Regierung der Republik oder staatliche Behörden befassen sollten. Dafür ist die Beauftragte befugt, der Regierung der Republik Vorschläge zu unterbreiten oder Empfehlungen zur Änderung von Rechtsvorschriften zu geben. Somit ist die Gleichstellungsbeauftragte eine Expertin, die berät, wie man die Gesellschaft gerechter gestaltet, die Ungleichheit ausgleicht und eine Lage gewährleistet, wo jeder Mensch seine Fähigkeiten voll entwickeln und seinen Beitrag zum gemeinsamen Leben leisten kann. Zur Erreichung dieser Ziele leistet die Beauftragte Aufklärungsarbeit, um die Einstellungen der Menschen zu ändern sowie eventuelle Vorurteile und überholte Stereotype zu widerlegen.

Die Gleichstellungsbeauftragte ist eine unabhängige und unparteiische Beamtin. Sie ist eine Expertin, die die Einhaltung von Vorschriften des Gleichstellungsgesetzes und des Gleichbehandlungsgesetzes überwacht. Die Beauftragte führt die Aufsicht sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Sektor.

Die Gleichstellungsbeauftragte kann jeder ansprechen, der verdächtigt, aus Gründen des Geschlechts, der Nationalität, der Rasse oder Hautfarbe, der Religion, der Weltanschauung, des Alters, einer Behinderung oder der sexuellen Ausrichtung diskriminiert worden zu sein. Im Gleichstellungsbüro bekommt man Hilfe auch in dem Fall, wenn jemand wegen seiner Eigenschaft als Elternteil oder wegen der Wahrnehmung familiärer Pflichten oder wegen seiner Mitgliedschaft in Gewerkschaften benachteiligt worden ist. Die Gleichstellungsbeauftragte berät und unterstützt die Menschen, die einen Verdacht haben, diskriminiert worden zu sein. Unter anderem hilft die Beauftragte bei der Erstellung eines Antrags oder einer Klage, die beim Gericht oder bei der Kommission für Arbeitsstreitigkeiten eingereicht wird. Die Beauftragte kann beim Verdacht der Diskriminierung Ermittlungen einleiten, als deren Ergebnis eine rechtliche Einschätzung bzw. die Stellungnahme der Beauftragten abgegeben wird. Die Ermittlungen kann die Beauftragte auch von Amts wegen einleiten, was heißt, dass dafür keine Beschwerde vorliegen muss.

Die Beauftragte für Geschlechtergleichstellung und Gleichbehandlung wird vom Sozialminister für die Dauer von fünf Jahren ernannt. Die Gleichstellungsbeauftragte legt einmal jährlich der Grundgesetzkommission des Parlaments (Riigikogu) den Bericht über ihre Tätigkeit vor.
Die Beauftragte wird bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben von ihrem Büro unterstützt. Die Tätigkeit der Beauftragten und des Gleichstellungsbüros wird aus dem Staatshaushalt finanziert.